Life+ "Wald-Wasser-Wildnis": Gewässer im Kermeter bald barrierefrei für Tiere

Neue Brücke am Böttenbach sorgt für ökologische Durchgängigkeit

Damit das Wasser des Böttenbach wieder frei in seinem Bett fließen kann, muss einiges an Erde bewegt werden. Denn an dieser Stelle wurde er durch ein enges Rohr geleitet, das dann mit einem hohen Damm übererdet wurde. Foto: Marietta Schmitz, Biologische Station StädteRegion Aachen

Schleiden-Gemünd, den 4. Oktober 2015. An der K7 im Nationalpark Eifel finden zurzeit an der Mündung des Böttenbachs in die Urft Bauarbeiten statt. Hier wird durch das LIFE+ Projekt „Wald-Wasser-Wildnis“ die ökologische Durchgängigkeit für Gewässertiere wiederhergestellt. Dazu wird ein im Damm vorhandenes Rohr entnommen und durch einen weiten Durchlass ersetzt. Mit großem Gerät wird hier gearbeitet, was zu Beeinträchtigungen der Besucher des Nationalparks Eifel und der Anlieger in Malsbenden führt.

Wie hier am Böttenbach sind an vielen Stellen im Kermeter die Bäche durch Rohre geleitet worden, um Überfahrten zu schaffen. Für die Kleintiere in den Bächen, aber auch für Fische, stellen diese Bauwerke eine Barriere dar. Sie können nicht von der Mündung bis zur Quelle bachaufwärts wandern. Ziel des LIFE+ Projekts „Wald – Wasser – Wildnis“ ist es, die Gewässer im Kermeter in einen möglichst naturnahen Zustand zu versetzen.

Voraussichtlich werden die Maßnahmen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die K7 kann während der Bauarbeiten von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden, eine Umleitung wurde eingerichtet. Bis Abschluss der Maßnahmen bitten wir alle Betroffenen um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.