„Aktiv für den Naturschutz“

Ausstellung und Exponate zeigen Naturschutzarbeit der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V.

Die geladenen Gäste, Politiker und Sachkundige Bürger aus Stolberg, informieren sich über die Arbeit der Biostation Aachen

Die geladenen Gäste, Politiker und Sachkundige Bürger aus Stolberg, informieren sich über die Arbeit der Biostation Aachen © Biologische Station Aachen

Stolberg, 6. Oktober 2014. Die Biologische Station StädteRegion Aachen e.V. gibt mit einer Ausstellung einen Einblick in ihre Arbeit. Reich bebilderte Poster und Exponate von heimischen Tieren sind in der Sparkassenfiliale in der Rathausstraße Stolberg vom 6. bis 24. Oktober 2014 zu sehen. Die Biostation Aachen – so der Kurzname des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Stolberg – informiert darüber, welche Rolle und Aufgaben sie im Naturschutz der StädteRegion übernimmt, welche Raritäten sich unter den Tieren und Pflanzen in der Region befinden und warum es wichtig ist, Vielfalt und Unberührtheit in der Natur zu erhalten.

Beispielhaft für die Arbeit und die Ziele der Biostation Aachen ist ein umfangreiches Projekt, das zusammen mit dem Nationalpark Eifel von 2011 bis 2015 durchgeführt wird und in der Ausstellung einen Themenschwerpunkt einnimmt. LIFE+ „Wald – Wasser – Wildnis“ heißt dieses von der EU und dem Land NRW mit rund 4,2 Millionen Euro geförderte Projekt, das vorsieht, im Nationalpark Eifel in Schutzgebieten von europäischer Bedeutung die Spuren von forstwirtschaftlicher und militärischer Nutzung zu entfernen. Somit soll Wald- und Wasserlebensräumen der Weg in die Wildnis geebnet und das Überleben von zahlreichen geschützten und seltenen Tier- und Pflanzenarten langfristig gesichert werden. In wenigen Sätzen, mit einfachen Worten und vielen Bildern beschreibt die Ausstellung die Ziele im LIFE+ Projekt und bietet sogar speziell für Kinder aufbereitete Informationen auf deren Augenhöhe.

Die Poster-Ausstellung beschreibt aber auch die Aufgaben der Biostation Aachen und stellt einzelne Tier- und Pflanzenarten vor, die im Raum Stolberg durch die Naturschutzarbeit gefördert werden sollen.

Bei der Eröffnung der Ausstellung stellt die Vorstandsvorsitzende des Vereins der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V., Doris Tomski, die Bedeutung der Biologischen Station in NRW heraus. Die Biostation in Stolberg ist eine von über vierzig Stationen, die sich um die Naturschutzarbeit vor Ort kümmern. Die Biostation Aachen betreut zahlreiche Schutzgebiete in der StädteRegion und führt dort Maßnahmen für den Erhalt von bedrohten Tier und Pflanzenarten durch. Weiterhin beraten die Mitarbeiter Bürger, Politiker und Behörden und informieren mit Exkursionen und Seminare die Öffentlichkeit über die Naturschätze der Region und wie sie erhalten werden können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz der Streuobstwiesen als wesentliches Element unserer Kulturlandschaft.

Die Identifikation mit den regionalen Besonderheiten zeigt das Logo der Biostation Aachen. Dieses enthält die Blüte eines Gelben Galmei-Veilchens - ein weltweit einzigartiges und seltenes Kleinod der Region. Viola calaminaria – so der wissenschaftliche Name dieser Pflanze - kommt nur auf den schwermetallhaltigen Böden vom Raum Aachen bis Ostbelgien vor. Das Ziel der Biologischen Station ist es, seltene und für die Region typische Lebensräume und Arten durch Schutzausweisungen oder Pflegemaßnahmen zu sichern. Denn die Natur ist eine besondere Form des Kapitals und die Biostation Aachen möchte diese für zukünftige Generationen erhalten.