Amphibien

Feuersalamander Salamandra salamandra

Feuersalamander Salamandra salamandra © Dietrich Sommerfeld

Das Monitoring

2012 wurden sieben Bäche, an denen Renaturierungen stattfinden sowie drei Referenzgewässer, auf Larven von Feuersalamandern untersucht. Der Feuersalamander (Salamandrasalamandra) ist eine Charakterart der Eifelregion. Die Lurchartbringt in Mittelgebirgsbächen ihre Larven zur Welt. Diese können nur in Bachabschnitten heranwachsen, die Stillwasserzonen aufweisen und weitgehend frei von räuberischen Fischen sind. Die erwachsenen Tiere leben in Bachnähe in naturnahen und totholzreichen Laubwäldern. Mit dem Monitoring sollen die Auswirkungen der Maßnahmen im LIFE+ Projekt auf diese besonders geschützte Art dokumentiert werden.

Das Ergebnis

Als gut geeignetes Referenzgewässer hat sich der Härtgessief mit 49,5 Individuen auf 100 Metern herausgestellt. In zwei Nebengewässern des Wüstebaches kamen zwar Salamanderlarven vor, aber nur in geringen Dichten. Sie eignen sich deshalb nicht als Referenzgewässer. Bei den Maßnahmenbächen konnten nur in zwei Larven nachgewiesen werden, im oberen Bereich des Wüstebaches und im Püngelbach.In beiden Gewässern sollen Rohre entfernt werden, die eine Wanderbarriere für Fische darstellen. Da in den Bächen Feuersalamanderlarven oberhalb wie unterhalb der Rohre vorkommen, stellt die Beseitigung der Barrieren für die Larven vermutlich keine Beeinträchtigung dar. Die Bäche sind außerdem klein und führen nur wenig Wasser, was ein Einwandern von Fischen hier ausschließt.

Die Bewertung

Die Untersuchung hat bestätigt, dass sich folgende Faktoren negativ auf Feuersalamanderlarven auswirken:

  • Bachverlauf durch Wiesen, Weiden, Kahlschläge und dadurch höhere Wassertemperatur
  • In begradigten und befestigten Bachabschnitten fehlen Versteckmöglichkeiten, die Fließgeschwindigkeit ist zu hoch
  • Bachverlauf durch Fichtenforst bietet den erwachsenen Tieren keinen geeigneten Landlebensraum
  • Quellbereiche, die wenig oder unregelmäßig Wasser führen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Renaturierung der Wald- und Wasserlebensräume sich positiv auf den Feuersalamander auswirken werden. 2015 sollen die Untersuchungen wiederholt werden.