Unerlässlich: begleitende wissenschaftliche Untersuchungen

Eine Elektrobefischung gibt Aufschluss über die Fische der Bäche im Nationalpark Eifel

Eine Elektrobefischung gibt Aufschluss über die Fische der Bäche im Nationalpark Eifel © Carsten Burk

Das Monitoring: Wissenschaftliche Untersuchungen begleiten das Projekt

Die Maßnahmen, die im Projekt ergriffen werden, sollen den Wald- und Wasserlebensräume den Weg in die Wildnis ebnen, indem störende Eingriffe des Menschen rückgängig gemacht werden. In den drei Natura 2000-Gebieten soll sich im Laufe der Jahre eine weitestgehend natürlichen Landschaft entwickeln, die vielen Pflanzen und Tiere verbesserte Lebensgrundlagen bietet. In den Wald- und Wasserlebensräumen können somit seltene Tiere erhalten werden, sich vermehren und eventuell auch weitere Arten einstellen. Um die Erfolge der Maßnahmen im Projekt überprüfen zu können, muss zu Beginn genau dokumentiert sein, welche Tier- und Pflanzenarten vorkommen und in welcher Häufigkeit. Dies geschieht durch das so genannte Monitoring. Allerdings werden nicht lückenlos alle Pflanzen- und Tierarten erfasst, sondern ausgewählte Artengruppen und festgelegte Bereiche.

Untersucht werden die Pflanzenzusammensetzung (Vegetation), Fische und Rundmäuler, die mit bloßem Auge sichtbaren wirbellosen Tiere am und im Boden der Gewässer (Makrozoobenthon), Kriechtiere (Amphibien) und das Sediment der Gewässer.

Voruntersuchungen stehen am Anfang der Maßnahmen

Bevor mit den ersten Maßnahmen begonnen wird, sollen in den Wald- und Wasserlebensräumen Tiergruppen untersucht werden, über deren Vorkommen nicht ausreichend Informationen vorliegen.

Untersucht werden Fledermäuse, Flusskrebse und Großmuscheln.

Bekannt ist, dass in den Gebieten im Nationalpark Eifel 16 der 17 in Nordrhein-Westfalen heimischen Fledermausarten vorkommen. Aber viele Fragen sind noch unbeantwortet. Wie viele gibt es von jeder Art? Wo genau halten sie sich auf und wie viel Platz benötigen sie? Um die Maßnahmen im Projekt in Bezug auf die Lebensraumansprüche der Fledermäuse einschätzen zu können, werden 2011 und 2012 Untersuchungen durchgeführt.

Bei den Großmuscheln und Flusskrebsen verhält es sich etwas anders. Denn von diesen beiden Tiergruppen weiß man nur, dass es sie einst in den Bächen der Eifel gab. Ob einzelne Individuen überlebt haben, vor allem in den Gewässern des Projektgebietes, weiß man hingegen nicht. Denn systematisch untersucht wurden die Bäche bisher nicht. Das soll nun im Rahmen des Projektes geschehen. Ein Fund der sehr seltenen Flussperlmuschel oder eines Steinkrebses wäre eine Sensation.