Der Feuersalamander

Der Kopf eines Feuersalamander Salamandra salamandra

Der Feuersalamander benötigt beides: intakte Wald- und Wasserlebensräume © Dietrich Sommerfeld

Feuersalamander Salamandra salamandra

Feuersalamander Salamandra salamandra © Dietrich Sommerfeld

Wissenschaftlicher Name:

Salamandra salamandra

Systematik:

Lurche (Amphibia)

Verbreitung:

Mittel- und Südeuropa

Gefährdungsstatus:

In Deutschland ist der Feuersalamander derzeit nicht gefährdet, aber „besonders geschützt“. Das bedeutet u.a., dass die Tiere nicht eingefangen, verletzt oder getötet werden dürfen.

Lebensraum:

Der Feuersalamander lebt in feuchten Laubmischwälder des Hügel- und Berglandes mit kleinen, oft schattigen Gewässern. In reinen Nadelwäldern findet man ihn kaum. Als einzige heimische Amphibienart pflanzt sich der Feuersalamander bevorzugt in Fließgewässern fort, meist in Sickerquellen und Quellbächen. Aber auch in Tümpeln kann man seine Larven finden. Die Gewässer sind fast immer fischfrei.

  • Tagverstecke: in Erdspalten, unter Baumstümpfen, Steinplatten, Totholz und Fallaub
  • Laichgewässer: Tümpel, wassergefüllte Vertiefungen, Quellbereiche von Bächen
  • Winterquartier: Baue von Kleinsäugern, Höhlen, auch Bergwerkstollen

Lebensweise:

Die Tiere sind ausgesprochen ortstreu. Oft bewegen sie sich in einem Radius von nur 10-20 Metern. Durchschnittlich legen sie Strecken von 35 bis 400 Metern zurück. Sie sind nachtaktiv. Im Winter sind sie je nach Witterung aktiv oder verbringen die Zeit in Höhlen und Verstecken in einer Kältestarre.

Größe:

Männchen wie Weibchen etwa 14-18 Zentimeter

Alter:

In freier Wildbahn etwa 8-20 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 50 Jahre

Nahrung:

  • Erwachsene Tiere: Insekten, Schnecken, Würmer, Spinnen
  • Larven: Larven von Insekten, Kaulquappen, Bachflohkrebse, zur Not auch Artgenossen

Feinde:

der erwachsenen Tiere: Igel, Dachse, Wildschweine, Vögel und Ringelnattern
der Larven: Fische, Libellenlarven, Flusskrebse, Molche, Wasserspitzmäuse

Feindabwehr:

Über Hautdrüsen sondern ausgewachsene Salamander ein giftiges Sekret ab, wenn sie angegriffen werden. Das Gift schützt den Salamander zudem vor Infektionen durch Bakterien und Pilze. Die Färbung ist bei den nachtaktiven Tieren vermutlich nicht als Warnung zu deuten.

Sinnesorgane:

Feuersalamander können Laute von sich geben, die aber eher zufällig entstehen und quietschend knurrend sind. Sie benutzen den Seh- und Geruchssinn zur Orientierung.

Vermehrung:

Die Paarung findet an Land von April bis September statt. Das Weibchen nimmt ein Samenpaket des Männchens auf und bewahrt es über mehrere Jahre im Körper. Nach Befruchtung der Eier entwickeln sich im Leib des Weibchens die Larven, die von einer Eihülle umgeben etwa 8 bis 9 Monate ausgetragen werden.
Im Herbst, meist aber erst im Frühjahr suchen die Weibchen ein Laichgewässer auf und geben die Larven in das Wasser von Quellbächen und Stillgewässern ab. Dies geschieht über mehrere Tage an denen jeweils etwa durchschnittlich 30 Larven (einige wenige bis maximal 70) geboren werden. Da die Eihülle bei der Geburt platzt, laicht der Salamander nicht sondern gebiert.

Metamorphose: Die Larven leben im Wasser und atmen über Kiemen. Nach 3 bis 6 Monaten (je nach Nahrungsangebot und Wassertemperatur) verwandeln sie sich in ein lungenatmendes Landtier.