Die Rückkehr des Steinkrebses

Der Steinkrebs Austropotamobius torrentium

Der Steinkrebs Austropotamobius torrentium steht bundesweit unter Schutz © Dr. Harald Groß

Die Mittelgebirgsbäche der Natura 2000 Gebiete im Nationalpark Eifel sind typische Lebensräume des Steinkrebses. Dass einst Flusskrebse die Bäche der Eifel besiedelten, dafür gibt es Hinweise. Belege aus jüngster Zeit gibt es hingegen nicht.
Die Maßnahmen des LIFE-Projektes "Wald-Wasser-Wildnis" tragen dazu bei, dass sich der Lebensraum Bach und Bauaue zukünftig zu einem naturnahen Lebensraum entwickelt. Gute Voraussetzungen, um den Steinkrebs im Nationalpark Eifel anzusiedeln. Im Rahmen des LIFE+ Projekts wurde mit der Ansiedlung begonnen, die Nationalparkverwaltung führt diese in den nächsten Jahren fort.

Die Ansiedlung Schritt für Schritt

  • Zunächst werden aus mehreren Vorkommen der Umgebung Steinkrebse entnommen.
  • Diese werden in einer Zuchtanlage vermehrt.
  • In drei aufeinanderfolgenden Jahren werden die ein- bis zweijährigen Steinkrebse an geeigneten Stellen im Projektgebiet ausgesetzt.
  • Untersuchungen sollen zeigen, ob sie in den Bächen ansässig geworden sind und sich vermehrt haben.


Verbreitung des Steinkrebses

Der Steinkrebs kommt in Deutschland vor allem in Bayern und Baden-Württemberg vor. In Nordrhein-Westfalen – an seiner nördlichen Verbreitungsgrenze – ist aktuell noch ein Vorkommen im Siebengebirge bekannt.

Die Verbreitung des Steinkrebses

Steinkrebs-Besatz 2015

Die Steinkrebse werden zunächst in der Transportbox mit Bachwasser aklimatisiert

Die Steinkrebse werden zunächst in der Transportbox mit Bachwasser aklimatisiert © Biologische Station Aachen

Mehrere Steinkrebse werden an geeigneten Stellen in den Bach gesetzt

Mehrere Steinkrebse werden an geeigneten Stellen in den Bach gesetzt © Biologische Station Aachen

Die wenige Zentimeter kleinen Steinkrebse suchen sich direkt ein Versteck im Bach

Die wenige Zentimeter kleinen Steinkrebse suchen sich direkt ein Versteck im Bach © Biologische Station Aachen

Anika Poetschke, Sönke Twietmeyer und Harald Groß hoffen, dass die Tiere sich hier wohlfühlen, wachsen und sich vermehren

Anika Poetschke, Sönke Twietmeyer und Harald Groß hoffen, dass die Tiere sich hier wohlfühlen, wachsen und sich vermehren © Biologische Station Aachen

 

Veröffentlichung über Steinkrebsansiedlung

Mit Klick auf das Bild gelangen Sie zu der Ausgabe 3/2014 von Natur in NRW.

Auf Seite 27 finden Sie den Artikel "Wird der Steinkrebs in NRW übeleben".

Ab Seite 29 erfahren Sie einen Bericht über die Steinkrebsansiedlung im Rahmen von LIFE+ "Wald - Wasser - Wildnis".