Das ist bis jetzt passiert

Artenreiche Bergmähwiesen, naturnahe Waldlebensräume und lebendige Fließgewässer in drei FFH-Gebieten im Nationalparks Eifel, das sind die Ziele, die sich aus dem von 2011 bis Anfang 2017 durchgeführten LIFE+ Projekts "Wald - Wasser - Wildnis" ergeben sollen.

Von 2011 bis Ende 2016 hat die Nationalparkverwaltung im Rahmen der Wald- und Offenlandentwicklung in den FFH-Gebieten Kermeter, im Bezirk Dedenborn-Wahlerscheid und auf der Dreiborner Hochfläche folgende Maßnahmen umgesetzt:

Schaffung von stehendem und liegendem Totholz > 100 Hektar
Entfernung von alten Nadelbaumbeständen > 250 Hektar
Entfernung von jungen Nadelbaumbeständen 490 Hektar
Bau von Initialgattern 30 Stück
Unterpflanzung von Fichtenbeständen mit Rotbuche > 90 Hektar
Wiederherstellung von Grünland durch Forstmulchen und Heumulchsaat 7 Hektar

Der Projektpartner Biologische Station Städteregion Aachen e.V. übernahm im Projekt die Maßnahmen an den Gewässern. Von 2011 bis Ende 2016 wurden Bäche der Dreiborner Hochfläche, im Gebiet Dedenborn, Wahlerscheid sowie im Kermeter optimiert. Die Maßnahmen zielten darauf ab, Wanderbarrieren für Bachlebewesen wie Rohre und Wehre zu entfernen und so die ökologische Durchgängigkeit wiederherzustellen. Außerdem wurden ausgebaute Bereiche so bearbeitet, dass eine gewässereigene Dynamik einsetzen kann und sich typische Strukturelemente bilden können. Befestigungen von Ufer und Sohle wurden entfernt, damit der Bach durch die Kraft des Wassers Strukturen wie Mäander, Kolke und Sandbänke bilden kann. An einigen Stellen wurden Teiche angelegt, durch die Bäche durchgeleitet wurden. Diese verändern die natürlichen Bedingungen in einem Mittelgebirgsbach. Aus den Teichen fließt erwärmtes Wasser in den darunter liegenden Bachabschnitt. Außerdem kann Schlamm, der sich im Teich absetzt in den Bach geschwemmt werden. Beide Effekte können sich negativ auf einige Tiere im Bach auswirken, die auf kühles Wasser und steinige Bachsohle  angewiesen sind.

Beseitigung von Wanderbarrieren (Rohre und Wehre) > 100
Beseitigung oder Umbau von Staubereichen im Bach 12
Rückbau von Ufer- und Sohlbefestigungen 15 Abschnitte
Verringerung von Feinsedimenteinträgen 125 Maßnahmen
Wegerückbau > 10 Kilometer
Einbringung von Totholz ins Gewässer > 1 Kilometer
Der Steinkrebs Austropotamobius torrentium

Ansiedlung des Steinkrebses

Das EU-Projekt LIFE+ "Wald - Wasser - Wildnis" legte die Grundlage für eineAnsiedlung des Steinkrebse in Bächen im Nationalpark Eifel. Wie das geschieht und was Stand der Dinge ist, erfahren Sie hier: Steinkrebsansiedlung